aktuelle Infos zum Bildungsbereich

Angesichts der dynamischen Verbreitung des Coronavirus in Sachsen informiert das Staatsministerium für Kultus die öffentlichen und privaten Schulen, die Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und deren Träger sowie Bürgerinnen und Bürger zur Lageentwicklung im Bildungsbereich.

 

Über corona.sachsen.de können Sie sich über alle relevanten Bereiche informieren. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert.

Für Schülerinnen und Schüler:

 

In der unterrichtsfreien Zeit können Schülerinnen und Schüler zuhause bleiben. Eine Schulpflicht besteht nicht. Die Schule entscheidet, über welche Kommunikationswege die Schülerinnen und Schüler mit Lernmaterial versorgt werden.

 

Die Allgemeinverfügung vom 22. März untersagt das Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund. Demnach dürfen Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern die häusliche Unterkunft nicht mit der Begründung verlassen, Lernmaterialien abzugeben bzw. zu verteilen.

 

Um die sächsischen Schulen bei ihrer pädagogischen Arbeit zu unterstützen, stellt das Land eine Auswahl digitaler Werkzeuge bereit. Diese können die Kommunikation und die Zusammenarbeit der Schulgemeinschaft in der unterrichtsfreien Zeit und bei Schulschließungen erleichtern. Die beiden zentralen Anlaufstellen sind LernSax und die Dienste des Sächsischen Bildungsservers (bspw. OPAL-Schule).

Weitere Informationen und Hinweise zur Vervielfältigung von Lehrmaterialen 

 

Am Standort aller Grund- und Förderschulen übernehmen Lehrkräfte die Notbetreuung der anspruchsberechtigten Schüler entsprechend den örtlich geregelten Schul- und Hortöffnungszeiten. 

 

Eine Notbetreuung wird auch für mehrfach und schwerstmehrfachbehinderte Schüler der Förderschulen angeboten. Dies gilt auch für Schüler, die in einem der Förderschule angeschlossenen Heim oder in einer Wohngruppe gemäß SGB VIII § 34 wohnen. Unabhängig vom Beruf der Eltern gilt dies auch über die Klassenstufe 4 hinaus. Der Betrieb von Klinik- und Krankenhausschulen läuft in Absprache mit den Klinikleitungen weiter.

 

Abschlussprüfungen: Wir wollen kein Notabitur

Kultusminister Christian Piwarz begrüßt den heutigen Beschluss der Kultusministerkonferenz: »Unsere Kritik am einseitigen Vorgehen von Schleswig-Holstein hat gefruchtet. Der gemeinsam gefasste Beschluss der Kultusministerkonferenz zeigt, dass der Bildungsföderalismus funktioniert. Wir wollen kein Notabitur. Diese Einigkeit in der Kultusministerkonferenz ist enorm wichtig.«.

 

Sachsens Schülerinnen und Schüler können sich darauf verlassen, dass die Abiturprüfungen abgelegt werden können. »Derzeit gehen wir von einem geplanten Verlauf der Prüfungstermine aus. Sollte sich daran etwas ändern, werden wir aller Schülerinnen und Schüler rechtzeitig darüber informieren. Wir lassen die Schülerinnen und Schüler nicht im Stich.«

 

Alle Details gibt es unter: www.medienservice.sachsen.de/medien/news/235298.

 

Für Erziehungsberechtigte:

 

Es finden kein Unterricht und keine sonstigen schulischen Veranstaltungen statt. In Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen entfallen die Betreuungsangebote (Details und Ausnahmen im Gesamtdokument der Allgemeinverfügung).

 

Für den Zeitraum der Schließung von Kindertageseinrichtungen, Orten der Kindertagespflege und Horten werden keine Elternbeiträge erhoben. Das gilt auch für diejenigen, die eine Notbetreuung in Anspruch nehmen.

 

Betreuungsangebote wurden geschaffen für Kinder, deren Eltern (Personensorgeberechtigte) oder der alleinige Personensorgeberechtigte in Bereichen der kritischen Infrastruktur (Auflistung der Berufsgruppen in Anlage 1 der Allgemeinverfügung) tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert sind.

 

Die Tätigkeit ist in einem Formblatt (Anlage 2) gegenüber der Leitung der Schule oder Betreuungseinrichtung schriftlich nachzuweisen. Der Nachweis bedarf der schriftlichen Bestätigung durch den Arbeitgeber beziehungsweise Dienstherrn.

 

Weitere Fragen werden im FAQ Notbetreuung beantwortet.

 

Für Lehrkräfte und sonstiges an der Schule tätiges Personal:

 

Lehrerinnen und Lehrer sind weiterhin im Dienst. In der Zeit der Schulschließung können sie – soweit vertraglich, technisch, organisatorisch oder persönlich möglich – auch von zu Hause arbeiten.

 

Die Allgemeinverfügung vom 22. März untersagt das Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund. Lehrkräfte können Lernmaterialien weiterhin im notwendigen Umfang an Schülerinnen und Schüler verteilen, weil dies zur Ausübung beruflicher Tätigkeiten gehört.

 

Für Lehrkräfte, die ihren Wohnsitz in benachbarten Bundesländern haben, gelten die Regelungen im Freistaat Sachsen.

 

Lehrerinnen und Lehrer, die in der Notbetreuung eingesetzt sind haben einen Anspruch, dass ihre Kinder bei Bedarf ebenfalls in einer Notbetreuung aufgenommen werden.

 

Eigene Kinder dürfen während der Notbetreuung nicht zum Dienst mitgenommen werden.

 

Die Durchführung von Elterngesprächen und Elternabenden ist ausgesetzt; es gilt ein Betretungsverbot der Schulen für Schüler und Eltern (Ausnahme: Schüler mit Anspruch auf Notbetreuung).

 

Was während der Schulschließungen zu beachten ist regelt die Dienstanweisung an die Schulleiterinnen und Schulleiter.

 

Die Absicherung der Notbetreuung an Grund- und Förderschulen durch Grundschulpersonal bzw. Lehrkräfte anderer Schularten regelt die Dienstanweisung zum Dienstbetrieb an den Schulen während der Schulschließungen zum Vollzug des Infektionsschutzgesetzes vom 20. März 2020 - Präzisierung der Verfahrensweise zur Notbetreuung.

 

Um bei den Beamten auf Probe im Schuldienst Verzögerungen bei ihrer Bewährungsfeststellung und der sich daran anschließenden Lebenszeitverbeamtung zu vermeiden wird der Unterrichtsbesuch zunächst befristet bis zum 31. Juli 2020 ausgesetzt. Voraussetzung für eine Bewährungsfeststellung ohne Unterrichtsbesuch ist, dass der Schulleiter als Beurteiler auch ohne eine solche Hospitation in der Lage ist, eine fundierte, tragfähige Aussage zur Eignung des Beamten für die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zu machen und damit ein verlässliches Urteil zu seiner Bewährung in der bisherigen Probezeit zu treffen.

 

Weitere Fragen zur Tätigkeit der Lehrkräfte und sonstigen an der Schule tätigen Personals finden Sie im FAQ Personaleinsatz.

 

Abschlussprüfungen und Leistungserhebungen:

 

Alle relevanten organisatorische und inhaltliche Hinweise zur Durchführung der Prüfungen finden Sie im FAQ Prüfungen.

 

Lehrerausbildung:

 

Die weitere Ausbildung im Vorbereitungsdienst und den Ablauf der Zweiten Staatsprüfungen regelt der Erlass vom 15. März 2020.

 

Zu den Planungen des Ersten und Zweiten Staatsexamens wird auf der Seite der Staatsregierung so zeitnah wie möglich informiert. Am kommenden Mittwoch will sich dazu die KMK verständigen.

 

Bitte sehen Sie bis dahin von Einzelanfragen ab. 

 

Klassenfahrten und Schüleraustauschmaßnahmen:

 

Sämtliche ein- und mehrtägige Schulfahrten ins Ausland und im Inland, die bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020 durchgeführt werden sollten, werden abgesagt bzw. sind unverzüglich abzusagen. Davon ausgenommen sind Schulfahrten nach den Osterferien innerhalb Sachsens. Abgeschlossene Verträge sind unverzüglich zu stornieren.

 

Es dürfen bis auf Weiteres keine Schulfahrten und schulischen Veranstaltungen geplant und vertraglich gebunden werden.

 

Eventuell entstehende Kosten durch Stornierungen werden durch den Freistaat Sachsen über die öffentlichen Schulträger erstattet, sofern die entsprechenden Schadensminderungspflichten durch die Schulleitungen eingehalten wurden. Die Einhaltung der Schadensminderungspflichten erfordert, dass die Stornierungen der Schulfahrten unverzüglich, das heißt ohne schuldhaftes Zögern, vorgenommen werden.

 

Das Stipendienprogramm des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus für Oberschülerinnen und Oberschüler 2020 entfällt.

 

Außerunterrichtliche Veranstaltungen:

 

Außerunterrichtliche Veranstaltungen wie Wettbewerbe, Olympiaden, Stipendienfahrten Betriebspraktika, Schüler- und Lehreraustausche und Lehrerfortbildungen werden bis Ende des Schuljahres abgesagt bzw. sind abzusagen.

 

Sonstige geplante und gebuchte schulische Veranstaltungen, die für die Schüler nach § 26 Abs. 2 SächsSchulG verbindlich sind und außerhalb Sachsens bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020 durchgeführt werden sollten, werden abgesagt bzw. sind abzusagen. Dazu gehören bspw. Projekttage, Betriebspraktika, Theater- und Museumsbesuche. Abgeschlossene Verträge sind unverzüglich zu stornieren.

 

Sonstige geplante und gebuchte schulische Veranstaltungen innerhalb von Sachsen können nach derzeitiger Lage nach den Osterferien durchgeführt werden und sind derzeit nicht zu stornieren.

 

Freiwillige des FSJ Pädagogik:

 

Ob der Einsatz für die Freiwilligen in der Schule zumutbar ist, entscheiden die Einsatzstellen in Absprache mit den Freiwilligen selbst. Der Schutz der jungen Menschen und deren Gesundheit sowie der Ausschluss von jeglicher Gefährdung hat oberste Priorität. Sollte der/die Freiwillige zu den vom Robert-Koch-Institut benannten Risikogruppen zählen, ist in jedem Fall eine Freistellung vom Einsatz in der Schule zu gewähren. Gegenüber Minderjährigen ist die Fürsorgepflicht in besonderer Weise zu beachten und die Erziehungs-/Sorgeberechtigten entscheiden , ob die Freiwilligen in den Schulen eingesetzt werden dürfen.

 

Generell gelten für die Freiwilligen die selben Schutz- und Hygienemaßnahmen wie für das Kollegium. Unabhängig vom Einsatz in der Schule können auch Aufgaben abgestimmt werden, die die Freiwilligen von zu Hause erledigen.